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Vorsorge & Sicherheit

Stromausfall: Checkliste für Hausbesitzer

Was Sie vorbereiten sollten, was Sie während eines Stromausfalls tun und lassen sollten, und wo eine Powerstation wirklich hilft. Ruhig, praktisch, ohne Panikmache.

Ratgeber · Vorsorge · 6 Min. Lesezeit · Stand: 25. September 2026 · Vorino-Redaktion
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Checkliste für Stromausfall mit Vorrat, Taschenlampe und Kerzen auf einem Holztisch
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Die kurze Antwort

Wer schon einmal mitten im Abendessen im Dunkeln saß, kennt das mulmige Gefühl der ersten Minuten. Laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sollten Hausbesitzer sich im Idealfall zehn Tage selbst versorgen können, ein Vorrat für drei Tage hilft aber schon deutlich. Wichtig sind vor allem Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, Licht, Wärme und eine Möglichkeit, Informationen zu empfangen. Eine Powerstation kann dabei Licht, Router und Handys versorgen, eine Heizung ersetzt sie nicht.

Was bei einem Stromausfall im Haus ausfällt

Ein Stromausfall betrifft laut BBK mehr, als viele zuerst denken. Kühlschrank und Herd funktionieren nicht mehr, Licht und Heizung fallen aus. Auch aus der Wasserleitung kommt möglicherweise kein Wasser mehr, weil die Pumpen der Wasserversorgung Strom brauchen. Internet und Mobilfunk sind gestört, und Geldautomaten funktionieren nicht.

In der Praxis bedeutet das: Wer keinen Vorrat hat, steht schnell ohne warmes Essen, ohne Licht und ohne Möglichkeit da, Bargeld abzuheben. Genau deshalb empfiehlt das BBK, sich vorher in Ruhe vorzubereiten, statt erst während eines Stromausfalls loszuziehen.

Checkliste Vorrat: Wasser, Essen und Kochen

Trinkwasser steht laut BBK an erster Stelle. Gerechnet wird mit 2 Litern pro Person und Tag, je nachdem, ob Sie sich für 3, 5, 7 oder 10 Tage vorbereiten wollen. Bei den Lebensmitteln gilt dieselbe Zeitspanne: haltbare Vorräte für alle Personen im Haushalt, möglichst auch Dinge, die sich kalt essen lassen, falls der Herd ausfällt.

Für eine alternative Kochgelegenheit wie einen Campingkocher oder Gasgrill braucht es passenden Brennstoff. Wichtig laut BBK: Nur im Freien nutzen. In der Wohnung oder im Haus zu grillen oder mit Gas zu kochen, ist eine echte Erstickungsgefahr. Wer Haustiere hat, sollte auch deren Futter mit einplanen.

Checkliste Licht, Wärme und Information

Ohne Strom wird es im Haus schnell dunkel und kalt. Das BBK rät zu Taschenlampe und Ersatzbatterien sowie zu Kerzen und Feuerzeug, wobei bei Kerzenlicht regelmäßig gelüftet werden sollte. Dazu kommen warme Kleidung, Decken und Schlafsäcke für den Fall, dass die Heizung länger ausfällt.

Wer eine netzunabhängige Heizgelegenheit wie einen Gasheizer, Petroleumofen oder Ethanolkamin nutzt, sollte auch den passenden Brennstoff vorrätig haben. Bei gasbetriebenen Heizquellen gehört laut BBK ein CO-Warnmelder dazu. Für Informationen empfiehlt das BBK ein Radio mit Batterie-, Solar- oder Kurbelbetrieb und eine installierte Warn-App wie NINA. Dazu eine aufgeladene Powerbank sowie geladene Akkus von Laptop und Handy. Sinnvoll ergänzt wird das durch eine Liste wichtiger Telefonnummern auf Papier und etwas Bargeld, weil Geldautomaten dann nicht funktionieren.

Hausapotheke und Dokumente

Kurz, aber nicht unwichtig: Eine Hausapotheke gehört laut BBK ebenfalls zur Vorsorge. Dazu gehören Schmerzmittel, fiebersenkende Mittel, ein Fieberthermometer, Desinfektionsmittel, Pflaster und Verbandsmaterial sowie persönliche Medikamente. Das BBK weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die Bedürfnisse je nach Lebenssituation unterscheiden. Was für eine junge Familie passt, muss für ein älteres Ehepaar nicht ausreichen. Manche Dinge lassen sich auch gemeinsam mit Nachbarn anschaffen und teilen, das spart Geld und Lagerplatz.

Während des Stromausfalls: das tun, das lassen

Wenn der Strom tatsächlich ausfällt, zählt vor allem Ruhe. Nutzen Sie das batteriebetriebene Radio oder eine Warn-App wie NINA, um informiert zu bleiben. Wenn Sie mit Kerzen für Licht sorgen, lüften Sie regelmäßig, wie es das BBK empfiehlt. Wer Nachbarn hat, die allein leben oder auf Unterstützung angewiesen sind, kann kurz nachfragen, ob alles in Ordnung ist.

Was Sie lassen sollten: Campingkocher oder Gasgrill drinnen benutzen. Das BBK nennt hier ausdrücklich die Erstickungsgefahr. Aus demselben Grund gehören auch Stromerzeuger und Notstromaggregate mit Verbrennungsmotor laut BBK nie in Innenräume: Wegen der Abgase besteht Erstickungsgefahr, ein gut belüfteter Platz im Freien ist Pflicht (BBK, Broschüre „Stromausfall – Vorsorge und Selbsthilfe“). Diese Regel gilt überall in Deutschland, ob in Bayern oder anderswo.

Wo eine Powerstation hilft, und wo nicht

Der ehrliche Blick auf Powerstations: Sie können Licht, Router, Handys und Laptops versorgen, ein Radio betreiben und je nach Größe auch den Kühlschrank für einige Stunden am Laufen halten. Wie groß die Powerstation dafür sein sollte, hängt vom Verbrauch Ihrer Geräte ab, das lässt sich im Artikel Powerstation-Größe berechnen genauer durchrechnen.

Im Klartext: Was eine Powerstation nicht kann, ist die Heizung ersetzen oder das ganze Haus versorgen. Auch ein Balkonkraftwerk hilft bei einem Stromausfall nicht automatisch, es schaltet sich bei Netzausfall aus Sicherheitsgründen ab. Wer wissen möchte, wie sich eine Powerstation sinnvoll als Notstromlösung für zuhause einsetzen lässt, findet mehr dazu im Artikel Powerstation als Notstrom zuhause.

FAQ

Wie lange sollte mein Vorrat für einen Stromausfall reichen?

Das BBK empfiehlt möglichst zehn Tage, ein Vorrat für drei Tage hilft aber schon deutlich. Wie viel Sie einplanen, hängt von Ihrem Haushalt ab.

Was fällt bei einem Stromausfall im Haus zuerst aus?

Kühlschrank, Herd, Licht und Heizung funktionieren nicht mehr. Oft kommt auch kein Wasser mehr aus der Leitung, und Internet, Mobilfunk sowie Geldautomaten fallen aus.

Kann ich mit einer Powerstation den Kühlschrank betreiben?

Je nach Größe der Powerstation für einige Stunden, ja. Für dauerhaften Betrieb reicht das in der Regel nicht, die genaue Rechnung hängt vom Modell ab.

Darf ich drinnen mit dem Campingkocher kochen?

Nein. Das BBK warnt ausdrücklich vor der Erstickungsgefahr durch Campingkocher und Gasgrills in geschlossenen Räumen. Nutzen Sie diese Geräte nur im Freien.

Was mache ich, wenn Internet und Mobilfunk ausfallen?

Ein batteriebetriebenes Radio und eine Warn-App wie NINA helfen dabei, informiert zu bleiben. Eine Liste wichtiger Telefonnummern auf Papier ist deshalb sinnvoll.

Jetzt vorbereiten, bevor es dunkel wird

Eine Checkliste nützt am meisten, bevor der Strom ausfällt. Was Sie heute tun können: sich in Ruhe ansehen, wie eine Powerstation als Notstromlösung für Ihr Zuhause funktioniert, oder passende Modelle vergleichen.

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